• headerslideshow9.jpg
  • headerslideshow10.jpg
  • headerslideshow11.jpg
  • headerslideshow1.jpg
  • headerslideshow3.jpg
  • headerslideshow2.jpg
  • headerslideshow8.jpg
  • headerslideshow4.jpg
  • headerslideshow6.jpg
  • headerslideshow5.jpg

Pflanzaktion der 4. Klassen

Die Klassen 4a, 4b und 4c machten sich gleich in der Früh auf, um mit ihren Lehrern von der Schule zur Tauritzmühle zu laufen. Dort wurden Sie von den Bauhofmitarbeiterinnen Monika Dolata, Sabrina Freiberger und Elisabeth Freiberger sowie dem Vorstand des FGV Speichersdorf Dieter Kottwitz erwartet. In dem gemeinsamen Projekt der Schule, der Gemeinde und dem FGV, der den Standort zur Verfügung stellt, wurden von den fleißigen Schülerinnen und Schülern ein Kirschbaum und zwei Apfelbäume fachgerecht eingepflanzt.

 

baumplanzaktion2025

 

Bürgermeister Christian Porsch überbrachte zusammen mit Kerstin Caudle und Eva Vogel aus dem Rathaus eine kleine Stärkung und dankte allen Beteiligten für die gelungene Aktion in Sachen Umweltbildung. Das Projekt fand bereits zum vierten Mal statt und soll auch weiterhin durchgeführt werden. Die Kinder können nachhaltig ihre Streuobstbäume besichtigen und das Obst ernten.

 

 button fotoschau1

 

 

Outdoor & Fire 2025

Laufen – Biken – Genießen: OUTDOOR & FIRE 2025 begeisterte einmal mehr mit Vielfalt und Naturerlebnis. Bereits zum wiederholten Mal verwandelte sich das Gelände rund um die Tauritzmühle in ein Mekka für Natur- und Sportbegeisterte: Organisiert vom Fichtelgebirgsverein unter Leitung des Kulturreferenten Rainer Prischenk wurde auch dieses Jahr ein abwechslungsreiches Programm aus Bewegung, Genuss und Geselligkeit – ganz unter dem Motto: „Laufen – Biken – Genießen: Erlebe Natur!“


Zahlreiche Teilnehmer folgten der Einladung und erkundeten bei bestem Wetter auf unterschiedlichste Weise den südlichen Rand des Fichtelgebirges. Ob sportlich auf dem Mountainbike-Trail (30–35 km, technisch anspruchsvoll), gemütlich beim Radeln für Jung und Alt (ca. 30 km), bei klassischen Wanderungen (7 oder 12 km), dem meditativen Format „Einfach mal die Seele baumeln lassen“ (4 km mit allen Sinnen), oder beim gemeinsamen Joggen (10 km) – für jede Altersgruppe und jedes Aktivitätsniveau war etwas geboten.


Die verschiedenen Gruppen starteten gestaffelt zwischen 14 und 17 Uhr am Nebenhaus der Tauritzmühle und wurden von ortskundigen FGV-Mitgliedern begleitet. Eine besondere Station wartete in der Nähe der Tauritzmühle: Dort konnten sich alle Teilnehmer an einer eigens aufgestellten Wellnessliege bei einem herrlichen Blick auf den Rauhen Kulm und den Armesberg kurz erholen. Als kleine Überraschung gab es für jeden eine süße oder flüssige Stärkung – ein liebevoller Akzent, der inzwischen zur beliebten Tradition gehört.


Gegen 18 Uhr trafen alle Gruppen wieder am Veranstaltungsort ein, wo bereits das nächste Highlight wartete: die After-Sport-Party am großen Lagerfeuer. Unter fachmännischer Anleitung von FGV-Feuermeister Alexander Brehm durften besonders die Kinder beim Entzünden des Feuers mithelfen – ein echtes Erlebnis! Musikalisch umrahmt, wurden regionale Spezialitäten wie saftige Burger vom Weiderind, vegetarische Alternativen, Bratwürste und Käsespezialitäten gereicht. Auch wer nicht an den Aktivitäten teilgenommen hatte, war herzlich willkommen, den Abend in geselliger Runde ausklingen zu lassen.


Die Veranstaltung, die sich längst zu einem festen Bestandteil im Jahreskalender des FGV Speichersdorf entwickelt hat, überzeugte wieder einmal mit ihrem besonderen Konzept: Natur erleben, Gemeinschaft spüren und die Seele baumeln lassen.

 

Bericht: Dr. Wolfgang Hübner

Ostereiersuchen 2025

Groß waren Spannung und Abenteuerlust der Kinder beim traditionellen Eiersuchen der Ortsgruppe des Fichtelgebirgsvereins. Über 800 gefärbte Eier hatte der Osterhase am Ostersamstag rund um die Tauritzmühle versteckt. Es sollte zur Freude des Organisationsteams wieder einmal mehr ein sehr gut besuchtes Event mit über 300 Teilnehmern werden. Da es Petrus an diesem Tag besonders gut meinte, sollte es auch ein wirklich gelungener Nachmittag zur Freude der Besucher und der Veranstalter werden. Mädchen und Buben auch aus benachbarten Gemeinden machten sich in Begleitung ihrer Eltern und Großeltern und mit Körbchen ausgestattet auf den Weg. Sogar Gäste aus Rosenheim und Augsburg waren mit von der Partie. Bevor es in die benachbarten Waldstücke ging, wurde die muntere Schar von FGV-Vorsitzenden Dieter Kottwitz vor der Tauritzmühle begrüßt. Damit es auch gerecht zuging, wurden die Kinder in die beiden Altersgruppen bis acht und bis 12 Jahre eingeteilt und in getrennte Waldgebiete entsandt. Die größeren Kinder führte Markus Brückner ins Zielgebiet, die Kleineren Michael Pöllath.

 

 

  ostereiersuchen2025  
 
 

Auch dieses Jahr konnte der 1. Vorsitzende des OV Speichersdorf Dieter Kottwitz sehr viele Teilnehmer beim Ostereiersuchen begrüßen.

 

 

20 Eier trugen darüber hinaus noch Nummern, für die das Osterhasenteam eine kleine Überraschung aus den Händen der stellvertretenden Ortvereinsvorsitzenden parat hielt. Wenn ein Kind kein Ei fand, dann wurde durch das Organisationsteam schnell für Abhilfe und strahlende Kinderaugen gesorgt, indem ein paar Eier ins Körbchen gelegt wurden. Vorsitzender Dieter Kottwitz zollte am Ende den Teilnehmern ein großes Lob: "Heuer ging es außerordentlich fair zu und es war ein reibungsloser Ablauf", sagte er am Ende des zweistündigen fröhlichen Ostereiersuchens. Einige Kinder gaben sogar einen Teil ihres Fundes an andere Teilnehmer ab, die nichts gefunden hatten. Im Anschluss an die Veranstaltung nutzten sehr viele Eltern mit ihren Kindern noch die Gelegenheit auf eine Einkehr in der Tauritzmühle und in den Biergarten.

 

Frühlingskonzert 2025

In einem bunten Blumenstrauß aus Darbietungen unterschiedlichster Musikgattungen sowie Gesang und Tanz präsentierte sich das diesjährige Frühlingskonzert der FGV-Musikschule einmal mehr als echtes Highlight im Kulturkalender der Region. Über 50 musikalische Festakteure sorgten traditionell am Vorabend von Palmsonntag für klingende Frühlingsfreuden für alle Sinne.

 

In knapp 30 Auftritten unter der Leitung von Heinz Schmidt bewiesen Musikschüler im Alter von vier bis 60 Jahren eindrucksvoll, wie lebendig und vielfältig musikalische Bildung sein kann. Zahlreiche Musikliebhaber durften dabei in der festlich geschmückten Festhalle eine beeindruckende Bandbreite junger Talente erleben. Allen voran der Down-Syndrom Junge Max Schmeißner mit seinem Idol Jonas Kauper und seiner Musiklehrerin Lucia Horn. Das Überraschungstrio des Abends sorgte in einer bislang einzigartigen instrumentellen Konstellation von Veeh-Harfe, Steirischer Harmonika und Klavier für das Sahnehäubchen des Abends.

 

Das Frühjahrskonzert wurde durch die Speichersdorfer Musikanten mit dem schwungvollen „Kaiserin Sissi Marsch“ von Timo Dellweg eröffnet – ein Auftakt, der gleich für gute Laune sorgte. In weiterer Folge zeigten die verschiedenen Ensembles der Musikschule ihr Können. Mit traditionellen italienischen Klängen der „Tarantella“ über den feierlichen „Prince of Denmark’s March“ bis hin zu dem sommerlich beschwingten „Lambada“ wurde ein breites musikalisches Spektrum abgedeckt.


Ein besonderes Augenmerk lag auf der Zusammenarbeit der verschiedenen Instrumentengruppen. Gitarre, Flöte, Geige und Akkordeon vereinten sich zu stimmungsvollen Arrangements, die das Publikum spürbar berührten. Auch die Solisten und der Kinderchor begeisterten mit gefühlvollen Liedern wie „Ein schöner Tag“ oder dem charmanten „Lied vom Krokodil Gena“, das von Lionel Fries auf der Blockflöte mit viel Gefühl vorgetragen wurde.

 

Zwischen den Beiträgen ehrten Musikschulleiter Heinz Schmidt und Bürgermeister Christian Porsch engagierte Schülerinnen und Schüler sowie langjährige Förderer der musikalischen Arbeit in Speichersdorf. Sieben Künstler haben beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ Bayreuth-Kulmbach mit Einzelstücken als Solisten und im Duett teilgenommen. Emanuel Lehner, Alina Brehm und Alexandra Burbach erreichten dabei jeweils einen ersten Platz. Dieser berechtigte zur Teilnahme am Landeswettbewerb, wo sie bei über 900 Schülern einen zweiten Preis erreichten. Damian Schmid, Sarah Lippert, Mario Lehner und Maxim Krieger belegten zweite Plätze.

 

 

  fruehlingskonzert2025 1  
 
 

Sieben Künstler haben mit Erfolg beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ Bayreuth-Kulmbach mit Einzelstücken als Solisten und im Duett teilgenommen. Alexandra Burbach Alina Brehm und Emanuel Lehner erreichten dabei jeweils einen ersten Platz. Dieser berechtigte zur Teilnahme am Landeswettbewerb, wo Burbach und Brehm bei über 900 Schülern einen zweiten Preis erreichten. Maxim Krieger, Mario Lehner (von links), Sarah Lippert und Damian Schmid (nicht im Bild) belegten zweite Plätze. Es gratulierten Bürgermeister Christian Porsch, Musikpädagogin Anastasia Lehner, Musikschulleiter Heinz Schmidt und Musikpädagogin Vlada Lehner (von links).

 

 

 

„Die Schüler, betreut von einem Team aus sieben Lehrkräften, lernen nicht nur den Umgang mit verschiedenen Instrumenten, sondern auch Singen, Tanzen und sogar Bühnentechnik“, betonte Heinz Schmidt. „Musik ist wichtig für die Entwicklung eines Kindes wie im Leben eine jeden. Die Musikschule erfüllt neben dem Unterricht auch die Aufgabe, Motivation und Präsentation zu fördern“, erklärte der 64-Jährige. Dies zeigte sich besonders in den vielen Auftritten junger Nachwuchstalente. Für sie bietet das Frühlingskonzert eine Bühne, auf der sie erste Bühnenerfahrungen sammeln können. Schmidt bedankte sich insbesonders bei den engagierten Lehrkräften und ehrenamtlichen Helfern sowie bei der Gemeinde Speichersdorf, die die Musikschule mit finanzieller Unterstützung von bis zu 30000 Euro jährlich fördert.

 

Bürgermeister Christian Porsch dankte für das Engagement, dass die Musikschule fester Bestandteil im Kulturangebot der Gemeinde ist. Trotz schwieriger Finanzlage stellt die Kommune 30000 Euro als freiwillige Leistung zur Verfügung. Das Gemeindeoberhaupt wünschte sich eine tragende Rolle der Musikschule im Betrieb der offenen Ganztagsschule ab 2027. Entsprechende Angebote seien umso wichtiger, impliziere Musizieren doch das Lernen sozialer und kognitiver Kompetenzen.

 

Der zweite Konzertteil begann nach der Pause mit einem romantischen Bee Gees-Titel („How deep is your love“), gefolgt von modernen Akkordeonstücken wie „Accordeopterix“ und „Despacito“. Die Vielfalt der Darbietungen reichte von klassischen Klavierstücken über gefühlvolle Gesangseinlagen bis hin zu ausdrucksstarken Balletttänzen. Ksenja Katernoha verzauberte das Publikum mit dem Tanz der Nikia aus dem Ballett „Bajaderka“. Ein Höhepunkt war das Zusammenspiel von Alina Brehm und Alexandra Burbach in „Original Rags“ von Scott Joplin, das den Ragtime in seiner ganzen Lebendigkeit aufleben ließ. Den krönenden Abschluss bildeten die Speichersdorfer Musikanten mit kraftvollen Arrangements wie „Bergwerk“ von Rainhard Fendrich und dem mitreißenden Medley „Golden Hits Herb Alpert“. Das Publikum zeigte sich begeistert und dankte allen Mitwirkenden mit langanhaltendem Applaus. Der Eintritt zum Konzert war frei, Spenden wurden jedoch gerne entgegengenommen, um die musikalische Nachwuchsförderung weiter zu unterstützen. Ein gelungenes Fest der Musik für alle Sinne, das noch lange nachhallen wird.

 

 

Ein Bericht von Dr. Wolfgang Hübner

 

FIRE & ICE 2025

Eingebettet in ein weißes Winterkleid ging es wieder einmal wohlig-warm, kuschelig und heimelig zu beim Fire & Ice - Abend des Fichtelgebirgsvereins auf der Tauritzmühle. Dabei konnten sich die FGV-Programmmacher um Rainer Prischenk über eine stattliche Besucherzahl bei der sechsten Auflage ihres Winterfeuers freuen. Viele Gäste nutzten am Vorabend des Dreikönigstages die Gelegenheit zu einem Besuch der Veranstaltung bei einbrechender Dunkelheit, um an diesem Abend hier auch die Grillsaison 2025 zu eröffnen.

 

 

fireandice2025 1

 

Die große Resonanz zeigte, wie groß die Sehnsucht nach Bewegung und Begegnung in freier Natur ist. Aus allen Himmelsrichtungen waren sie angereist. Auch noch zu vorgerückter Stunde trafen Besucher ein. Auch Petrus meinte es trotz der Eisglätte am Nachmittag noch gut mit den Veranstaltern, bot sich den Gästen doch eine Idyllisch-weiße Winterlandschaft bei frostigen Temperaturen – Nur ab und an regnete es leicht.

 

 

fireandice2025 2

 

Unterhalb des Nebenhauses der Tauritzmühle entzündeten Kinder zum Auftakt des Abends mit Fackeln das Winterfeuer. FGV-Vorsitzender Dieter Kottwitz hatte mit seinem Team die Woche über in mühevoller Kleinarbeit für einen großen Holzstoß gesorgt. Zusätzlich wurden von „Feuermann“ Alexander Brehm Feuer in einer Feuerschale und in zwei Feuertonnen geschürt. Die schnell in die Höhe lodernden Flammen sorgten so einmal mehr für eine wohlig-warm, kuschelig und heimelig Atmosphäre und eine beschauliche Ausleuchtung des gesamten Vorplatzes zwischen Haupt- und Nebenhaus im Feuerschein. Das Winterfeuer ist eine von vielen Neuerungen im Veranstaltungskalender des Ortsvereins. Dieses neue Event wurde durch die Vereinsführung anknüpfend an die früheren Rauhnächte für den Vorabend des Dreikönigstages entwickelt und fest ins Programm aufgenommen. Sie sollten einmal mehr in ihren Bemühungen bestätigt werden.

 

  fireandice2025 3  
 
 

Das "Fire & Ice" Veranstaltungsteam des FGV Speichersdorf

 

 

 

Die Gäste scharten sich zu Gesprächen um die Feuer oder wechselten ins beheizte Nebenhaus. Mit Mango von Catey Shaw, Somethin Good von alt-J und Tu no mi basti mai von Kucio Dalla war für die passende Hintergrundmusik gesorgt. Das Team um Wolfgang Teufel sorgte am Grill für richtige Leckerbissen. "Einfach Klasse" war das Urteil nicht nur von Andrea und Markus Kolbeck zu den regionalen Bratwürsten. Hermann Eisenhut reichte dazu regionale Käsehäppchen. Neben verschiedenen Glühweinsorten gab es passend dazu verschiedene Biere - von alkoholfreiem Bier über Zwickl bis Bayreuther Bockbier - für die Stärke 2025.

 

Ein Bericht von Dr. Wolfgang Hübner

 

Wir trauern um unseren Vereinsgründer Siegfried Schäller

Siegfried

 

Der Trauergottesdienst findet am Samstag, den 6. Dezember, um 10:30 Uhr in der Evangelischen Christuskirche in Speichersdorf, Kirchplatz 1, statt. Anschließend Beisetzung. 

 

 

siegfriedschaellerSiegfried Schäller (1937-2025) war über 60 Jahre eine prägende Persönlichkeit in der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, insbesondere in der Kommunalpolitik und in der Vereinslandschaft sowie für Kultur, Natur und Brauchtum. Es gab wohl kaum einen Bereich, in dem Siegfried Schäller nicht Bemerkenswertes geleistet hat und seine Spuren hinterlassen wird. Mit 88 Jahren hat der Ehrenbürger der Gemeinde vor einer Woche seine letzte Reise angetreten.

 

So war Schäller einer der Gründungsväter der Ortsgruppe des Fichtelgebirgsvereins. Viele Speichersdorfer erinnern sich daran, dass am 28. August 1973 Siegfried Schäller ein Schreiben an die Bürger der Gemeinde verschickt hatte zwecks Gründung einer Fichtelgebirgsverein Ortsgruppe. Am 16. November 1973 wurde sie im Sportheim aus der Taufe gehoben. Zum ersten Obmann gewählt sollte er den Verein 40 Jahre führen. 92 Bürger erklärten damals Ihren Beitritt. Die Mitgliederzahl stieg in den Folgejahren nicht nur zeitweise auf über 1000 und machte die Ortsgruppe zur mit Abstand größten im Hauptverein. Damit war ein Grundstein gelegt, dem viele Meilensteine folgten, die in vielen Bereichen prägend für die Region waren. 1974 wurde auch der Zeltlagerverein gegründet mit Max Haas als Vorsitzenden und Siegfried Schäller als Stellvertreter.

 

Unter Schällers Regie erwachte die Tauritzmühle als sein heute sprichwörtlich zu Stein gewordenes Lebenswerk zu neuem Leben. 1975 erworben entstand bis 1992 das Gasthaus samt Nebengebäuden und Keller am Tauritzbach. Bis 2004 wurde es von Vereinsmitgliedern in Hüttenteams ehrenamtlich bewirtschaftet. FGV und Trauritzmühle entwickelten sich zum Zentrum für Kulturveranstaltungen, Natur- und Brauchtumspflege. Internationale Wandertage, Sautrogrennen und Ostereierfärben, Brotbacken und Sonnwendfeuer, Preischwammerln und Goldener Pfennig, Länder- und Kabarettabende, sind nur wenige markante Beispiele von vielen. Ebenso wie der umweltpädagogisch wertvolle Wassererlebnisplatz sowie der Ausbau des Tauritz-Biotops mit Biberbauten und Orchideenwiesen.

 

Unterstützt von Wolfgang Bergmann und Chorleiter Richard Waldmann gründete Schäller 1984 die FGV-Musikschule. Weit über tausend Schüler haben hier bis heute ein Instrument gelernt. Auf seine Initiative geht auch drei Jahre später die Gründung des Thomaschores und der Speichersdorfer Musikanten (1987) zurück. Ihrem Gründungsvater und 40-jährigen Vorsitzenden (1973 - 2013) hat die FGV-Ortsgruppe die Würde des Ehrenvorsitzenden verliehen. 2017 feierte Schäller als einer seiner letzten großen Auftritte seinen runden 80er unter der Linde in großer Runde von Familie, Weggefährten, Parteifreunden und Vertretern des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens. In einem Rahmen, wie er Schäller und FGV-typischer nicht sein hätte sein können. Beim Weißwurstfrühschoppen gab es auch jene jahrzehntelange Spezialität vor allem bei Wander- und Familientagen seines Freundes Helmut Dorner, die zum FGV gehörte wie die Tauritzmühle selbst: den Reiberdotsch. Ebenso wurden den Gästen die typischen Tauritzmühlenspezials "gegrillte Forelle" sowie Knödel- und Bratenvariationen kredenzt. Der Männerchor stimmte mit seinen sonorigen Stimmen auf seinen Gründungsvater das "Ständchen" an, die Speichersdorfer Musikanten den "Bayerischen Defiliermarsch" und den Marsch "Hoch Heidecksburg".

 

Am 20. Mai 1937 in Rehau geboren hatte Schäller nach dem Keramikingenieur-Studium 1959 Arbeit bei Rosenthal in Speichersdorf gefunden. Dort war er bis 2005 tätig, zunächst als Produktions- und stellvertretender Werksleiter. Von 1995 bis zu seinem Ruhestand 2001 als Werksleiter des Porzellanwerks “Thomas am Kulm“ war er die treibende Kraft, um den größten Arbeitgeber vor Ort voranzubringen und das Rosenthal-Werk groß zu machen. 1995 ernannte ihn das Unternehmen zum "Rosenthaler dieses Jahres". Um das kollegiale Miteinander in der Porzellan- und Keramikindustrie in einer für die Branche schwieriger werdenden Zeit zu fördern, hatte Schäller 1994 erstmals zum „Porzelliner-Treffen“ auf die „Mühle eingeladen. 21 Jahre lang trafen sich hier die Führungskräfte aus aller Herren Länder zum Gedankenaustausch.

 

Hand in Hand ging Schällers Engagement in der Kommunalpolitik. Seine parteipolitische Heimat hatte Schäller in der Sozialdemokratie. Mit seiner über 60-jährigen Mitgliedschaft in der SPD war er für den SPD-Ortsverein eine prägende Persönlichkeit. Ab 1966, zunächst für die Gemeinde Speichersdorf, dann ab 1972 für die Großgemeinde Speichersdorf, war Siegfried Schäller bis 1996 30 Jahre Mitglied im Gemeinderat. Zwischen 1972 und 1996 vertrat er die Interessen seiner Heimatgemeinde als Mitglied des Kreistags des Landkreises Bayreuth. Dazu gehörte auch, dass er sich für die Integration von Spätaussiedlern und Gastarbeitern einsetzte. „Mit großer Hingabe und außerordentlichem Einsatz hat Siegfried Schäller die Entwicklung der Gemeinde entscheidend geprãgt und sich dabei insbesondere in den Bereichen der heimischen Wirtschaft, des Natur- und Umweltschutzes, der Heimat- und Brauchtumspflege sowie um die kulturellen Belange äußerst verdient gemacht“, fasst Bürgermeister Christian Porsch das Lebenswerk Schällers zusammen.


Aufgrund seines außergewöhnlichen ehrenamtlichen Engagements wurde Siegfried Schäller der Kulturpreis des Landkreises Bayreuth (2011), die Ehrenmedaille des Bezirks Oberfranken (1984), die Bürgermedaille der Gemeinde Speichersdorf in Gold (1985), sowie das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt (2012) verliehen. 2015 würdigte der SPD-Ortsverband das parteipolitische Wirken auf kommunaler Ebene wie auf Kreisebene mit der goldenen Ehrenadel. Die Gemeinde Speichersdorf würdigte Siegfried Schällers Verdienste in der Gemeinde mit der Ernennung zum Ehrenbürger der Großgemeinde (2015).

 

Weggefährten beschreiben Schäller als konsequent und hartnäckig, sozial und immer hilfsbereit. „Wenn er kämpft, dann kämpft er, bis er gewonnen hat“, sagte einst der langjährige Kreistagskollege „anderer Couleur“ und Freund Günter Dörfler aus Lankendorf. Schäller verstand sich immer als Sprecher und Taktgeber vieler „Idealisten und Freunde“. Er war sich, wie er anlässlich der Verleihung der Ehrenbürgerwürde bekannte, bewusst, dass er all das ohne deren Unterstützung nicht annähernd hätte leisten und realisieren können. Ebenso, dass seine über 60 Jahre in Speichersdorf „nicht nur eitel Sonnenschein waren, sondern auch voller Hindernisse und Zwiespalt“. Nicht ohne Grund dankte er deshalb den vielen Vereinsmitgliedern und Wegbegleitern, den Arbeitskollegen und Porzellinern sowie den Idealisten, Freunden und Gönnern aller politischen Couleur für ihre Unterstützung.

 

Siegfried Schäller erhielt nachfolgende Auszeichnungen vom Fichtelgebirgsverein: 

1993 Verleihung des Goldenen Siebensterns
1995 Verleihung der Naturschutzmedaille
2005 Ehrenmitglied des Hauptvereins
2005 Ehrenmitglied der Ortsgruppe
2011 Kulturpreisträger